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Rabten Tashi Ling - Buddhistisches Klausurzentrum

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Tibet und Ungarn

Am 20 Oktober 1824 schrieb Körösi Alexander Csoma in sein Tagebuch:

"Nun bin ich seit 17 Monaten hier - ich habe mein Tagebuch während dieser Abgeschiedenheit in Zangla vernachlässigt, aber es führt zu nichts, wenn ich jeden Tag schreibe, ich würde mich nur wiederholen. Was waren die Früchte dieser Periode seit dem 23. July 1823? Nich viel, außer einigem Fortschritt in klassischem Tibetisch; auch konnte ich mich mit dem nördlichen Buddhismus vertraut machen, von dem sie sagen, er sei das große Fahrzeug zur Erleuchtung. Ich folgte meinen Studien mit großer Zielstrebigkeit und wir konnten mit den Wörtern und Ausdrücken jeden Tag Fortschritt machen. Meine wilde Energie übertrifft selbst seine. Er hatte nicht genügend Zeit, meine zahllosen Fragen so ausführlich zu beantworten wie es mich danach dürstete. Er musste sich an zwei andere Lamas wenden, die in den Schriften ebenso gut bewandert waren, wie er. Der eine war Tsultrim Gyatso, ein Doktor der Theologie. Er stellte eine ganze Liste für mich zusammen, wodurch ich mir eine Vorstellung machen konnte, wie reich an Einzelheiten und fein an Unterscheidung in Bedeutungen die Sprache und das Denken dieser Leute war."

1977 gründete Gesche Rabten Rinpoche, ein ganz außergewöhnlicher Gelehrter und Meditationsmeister am Genfer See in der Schweiz ein buddhistisches Hochschulinstitut und Kloster. Wir waren ein Gruppe von Schülern aus verschiedenen westlichen Ländern, alle tief beeindruckt von der Klarheit und Genauigkeit, mit der Gesche die Gedanken des Buddha darlegen konnte. So schnell wie möglich wollten wir die tibetische Sprache beherrschen, um den Studien der großen buddhistischen Schriften folgen zu können. Es gab damals nur wenige Bücher, die uns halfen, Zugang zu dieser Sprache zu finden. Besonders Körösi Alexander Csomas Schriftstücke machten uns in dieser Zeit viel Mut. Aus den Aufzeichnungen in seinem Tagebuch konnten wir sehen, daß sich auch schon vor unserer Zeit Personen unter unvergleichlich härteren Umständen alle Anstrengungen aufbrachten, um die tibetische Sprache zu erlernen, und daß das offensichtlich auch möglich war, wie sein wertvolles Tagebuch deutlich zeigte.

Als Anfang der neunziger Jahre Ungarn für Leute aus dem Westen zugänglich wurde, plante ein koreanischer Mönch den Bau des Stupa von Zalaszanto. Er bat unseren Abt um Hilfe für die Vorbereitungen und korrekte Ausführung des Baus, und so wurden wir eingeladen, das "Land von Körösi Alexander Csoma" zu besuchen. Von den freundlichen Menschen und der reizenden Natur waren wir sehr beeindruckt, und als uns ein Stück Land bei Balatonkeresztúr zum Kauf angeboten wurde, kam der Gedanke, einen Ort für Rückzug und Meditationen darauf einzurichten. So entstand Rabten Tashi Ling.

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