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Edition Rabten
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Neuerscheinung

Buddhismus
Einführung
Die vier edlen Wahrheiten
Ratschläge des Meisters
Mönch aus Tibet

Geist und Bewußtsein
Funktionen des Geistes
Über den Tod hinaus

Meditation
Zufluchtnahme
Egoismus besiegen
Geduld entwickeln

Weisheit
Erscheinung und Leerheit
Gesang der Anschauung
Mahamudra
Das große Siegel

Tantra
Tantra der 21 Taras

Tibetisch

Musik
Heilsame Klänge
Inneren Frieden bewahren
Geshe Rabten

ISBN 3-905497-13-1, Taschenbuch, 144 Seiten, 2 Farbseiten


Email: info@edition.rabten.eu

Für alle, die in Harmonie und Frieden leben wollen, ist Geduld eine der wertvollsten Eigenschaften, die es zu entwickeln gilt. Auf der Grundlage des sechsten Kapitels von Schantidevas Bodhisattvatscharyavatara gibt Gesche Rabten direkte und praktische Anweisungen, wie diese Eigenschaft im eigenen Geist hervorgebracht werden kann. Allen, die den Wunsch haben, wenigstens ein bisschen geduldiger zu sein, wird dieses Buch ganz sicher eine große Hilfe sein.

Textauszüge:

Der Text beschreibt eine Meditation, in der man gewissermaßen einen inneren Dialog hält. Da ist einmal die Seite des Geistes, die vorgibt, Ertragen und Ungestörtheit nicht ausüben zu können, und dafür irgendwelche belanglosen Gründe anführt. Darauf gibt der Text Antworten, die deutlich machen, weshalb es unbedingt notwendig ist, sich in diesen Fähigkeiten zu schulen und ein solches Gleichgewicht des Geistes zu erlangen, dass Wut und Ärger nicht mehr auftreten können. Ein Teil des Geistes sagt: "Ich kann nicht Ertragen üben, ich kann nicht ruhig bleiben, weil die Leiden und Schmerzen, die ich erfahre, unerträglich sind." Diesem Gedanken muss man folgendermaßen entgegenen: Man hat unzählige Ursachen für Leid in sich, und somit ist es undenkbar, dass man lebt, ohne solches Leid zu erfahren, ohne die Auswirkungen dieser Ursachen zu erleben.

Im Gegensatz dazu sind die Ursachen für Wohlbehagen und Glück sehr gering. So hat man keine andere Wahl, als die Leiden und Schwierigkeiten, die einem widerfahren, zu ertragen, und am besten ist es, sie freiwillig auf sich zu nehmen und dabei ruhig zu bleiben.

Im Text heißt es weiter, dass man die Leiden und Schwierigkeiten, die man erfährt, nicht nur auf sich nehmen sollte, um sich im Ertragen zu üben, sondern dass diese Leiden unerlässlich sind. Es muss sie geben. Wir geben vor, jemand zu sein, der Dharma anwendet, der seinen Geist entwickeln will und zu solchen Zielen wie zur Befreiung und zur vollen Erleuchtung gelangen möchte, und wir bemühen uns mit den verschiedensten Methoden, eine Festigung unseres Geistes zu erreichen. Wenn diese Bemühungen etwas Konkretes sein sollen und nicht nur ein Schauspiel, das man vor den anderen aufführt, dann benötigt man dazu unbedingt als Wurzel einen Geist, der eine Loslösung vom Daseinskreislauf sucht, den sogenannten Geist der Entsagung.

Um diesen Geist der Entsagung entwickeln zu können, braucht man Schwierigkeiten und Probleme, denn nur diese helfen einem zu einer wahren Einstellung des Freikommens von Leid. Hat man einmal eine solche Einstellung gewonnen, so wird man sich ganz von selbst um Methoden bemühen, die es einem ermöglichen, Befreiung zu erlangen.


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